Erhöhtes Demenz-Risiko durch zu spät versorgte Hörschäden

Optik Thomas Beitrag Header

Regelmäßige Hörtests und professionelle Hör-Beratung sichern geistige Fitness.

Die Ergebnisse sind alarmierend: Laut einer aktuellen Studie setzen sich Menschen, die ein nachlassendes Hörvermögen einfach hinnehmen, einem deutlich erhöhten Demenz-Risiko aus. Schon heute leben in Deutschland etwa 15 Millionen Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit, Tendenz steigend. – Die Hörakustiker von Hörgeräte Thomas empfehlen dringend: Um sich geistige Fitness und Lebensqualität zu erhalten, ist jeder von uns gut beraten, das Gehör in regelmäßigen Abständen prüfen zu lassen. Gegebenenfalls können sehr diskrete und vom Fachmann professionell angepasste Hörgeräte das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung deutlich senken.

Wissenschaftler der Universität Baltimore hatten in einer kürzlich veröffentlichten Langzeitstudie 2.000 ältere Menschen untersucht.* Die Ergebnisse belegen: Es gibt einen frappierenden Zusammenhang zwischen einem geminderten Hörvermögen und Anzeichen für geistigen Abbau. Bei Menschen mit unbehandeltem Hörverlust schritt dieser Abbau um 30 bis 40 Prozent schneller voran. Das Risiko, innerhalb von sechs Jahren geistig abzubauen, lag um fast 25 Prozent höher als bei gut hörenden Studienteilnehmern.

Große Herausforderung: frühzeitig feststellen, dass das eigene Hörvermögen nachlässt

„Die aktuellen Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass für Millionen hörgeschädigter Bundesbürger ein erhöhtes Demenz-Risiko besteht; und das diese Menschen gut daran tun, frühzeitig aktiv zu werden“, so Hörfachmann Christoph Thomas „Eine fachkundige Versorgung mit modernen Hörgeräten kann die geistige Fitness sichern und die Risiken minimieren. Die große Herausforderung besteht oft jedoch darin, frühzeitig festzustellen, dass das eigene Hörvermögen weniger leistungsfähig ist als früher.“

Ein Hörverlust kommt meist schleichend. Viele Menschen, deren Gehör nachlässt, meinen, immer noch alles zu hören. Erst nach und nach bemerken sie, dass ihnen das Verstehen gesprochener Worte übermäßig viel Kraft abverlangt. Sie ermüden schneller und können weniger konzentriert zuhören. Und sie beginnen, Worte falsch zu verstehen. Es kommt zu Missverständnissen.

Beim Erfassen von Sprachinformationen vollbringt unser Gehirn Tag für Tag Höchstleistungen. Kein Mensch hört so gut, dass er jeden Laut eines Wortes sofort erfasst. Mit etwas Anstrengung können wir eine Aussage selbst dann noch erschließen, wenn sämtliche Selbstlaute (Vokale) fehlen.

Anders sieht es jedoch aus, wenn nicht die Vokale, sondern die Konsonanten fehlen. – „Bei einem Hörverlust ist genau das der Fall“, so Christoph Thomas. „Es fehlen uns immer mehr hohe Töne; nicht nur Vogelgesang, Grillenzirpen oder Kinderlachen, sondern auch die hohen Anteile der Sprache. Es fehlen Anlaute wie s, f, t, k, p, h und g. Unser Gehirn kann diese Verluste nicht mehr kompensieren. Es kommt trotz größter Anstrengungen an seine Grenzen.“

Bei unversorgtem Hörverlust leiden Gedächtnis und Denkfähigkeit.

Die amerikanischen Wissenschaftler vermuten, dass diese Kraftanstrengungen des Gehirns zu Lasten unserer allgemeinen geistigen Fitness gehen. Das Gehirn benötigt mehr Kapazität, um das Gehörte zu verarbeiten. Es steht somit weniger Kapazität für das Gedächtnis und für das Denken zur Verfügung. Auch die zunehmende soziale Isolation, die mit einem Hörverlust einher geht, könnte dem geistigen Abbau Vorschub leisten. „Gutes Hören ist wie ein Fitness- Training für unser Gehirn“, so Christoph Thomas „Wir nehmen eine Fülle von Informationen auf und können diese ohne Anstrengung verarbeiten. Dadurch bleiben wir geistig aktiv und lernen jeden Tag neu dazu. Im Falle eines nachlassenden Hörvermögens kann eine professionelle Hörgeräte- Versorgung diese geistige Fitness sichern helfen.“

*Untersuchung von Frank Lin von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore (JAMA Intern Med 2013; online 21. Januar).

Ähnliche Beiträge